Autos und Motorräder

Plastidip kann jeder selbst anwenden

Monday, 12-1-2015  

Plastidip, die neue Methode, sein Auto in eine neue Farbe zu hüllen, kann jeder selbst anwenden. Man muss dazu kein professioneller Maler oder Graffiti-Künstler sein. Es sind lediglich einige Dinge zu beachten, damit die Operation gelingt:

  • Vor dem Besprühen mit Plastidip sollte der Wagen penibel abgeklebt werden.
  • Es sollte gleichmäßig und in mehreren Schichten aufgetragen werden.
  • Wieder zu entfernende Teile sollten gleich abgezogen werden.

Bei dieser Technik gilt wie bei herkömmlichen Varianten und Verfahren auch, dass die Arbeit besser gelingt und am Ende sauberer aussieht, wenn vorher sauber abgeklebt wurde. Dazu kann ganz normales Klebeband aus Krepp, aber auch richtig gutes Spezialtape verwendet werden. Letzteres ist natürlich ein bisschen teurer zu haben, hinterlässt im Falle des Zweifels aber auch weniger Klebereste oder sonstige ungewollte Spuren. Ganz besonders wichtig ist, dass das Tape auf den Millimeter genau entlang der zu besprühenden Fläche verklebt wird. Denn schon wenige Millimeter Abweichung können am Ende sichtbar sein. Da gilt für Plastidip, was für andere Arten und Weisen des Lackierens oder Sprühens auch gilt. Es lohnt sich also, für die Arbeit des Abklebens mindestens genauso viel Zeit und Energie aufzuwenden wie für die eigentliche Arbeit des Sprühens auch. Wenn die Ration zwischen Abkleben und Sprühen ungefähr gleich ist, so lautet eine Daumenregel, sollte die Arbeit am Ende auch schön gelingen. Denn Plastidip ist zwar wieder abziehbar. Aber auch dies ist am Ende mit Arbeit verbunden. Da sollte man schon einmal vorher etwas Zeit und Gehirnschmalz in den Vorgang des Abklebens investieren, bevor man das Risiko eingeht, eine unsauber abgeklebte Arbeit zu besprühen – und sich dementsprechend am Ende zu ärgern. Für größere Flächen können übrigens ganz hervorragend alte Zeitungen gebraucht werden, die an den Seiten und Ecken mit Tape fixiert werden. Zum Beispiel für die Scheiben, die ja in der Regel nicht mit Farbe überzogen werden sollen, ist dies eine optimale Lösung. Da sollte man allerdings in den Ecken ganz genau darauf achten, dass das Tape sauber in die Ecken passt. Dazu kann man es mit einer Schere genau passgerecht zuschneiden und erspart sich am Ende viel Abkratzen und dergleichen. Plastidip ist eben eine Methode für Bastler, die Motiviert sind, selbst einiges an Energie und Zeit in die Kolorierung des Wagens zu investieren. Wer zu faul zum Abkleben ist und sich denkt, die Reste könne man später ja auch noch ohne große Probleme beseitigen, muss am Ende in den meisten Fällen mehr Zeit investieren und hat auch viel mehr Ärger als derjenige, der von vorn herein sauber arbeitet – von der Anbringung der Klebestreifen bis hin zum Auftragen der Schichten von Plastidip.

Plastidip sollte sauber versprüht werden

Damit kommen wir zum Prozess des Sprühens selbst. Plastidip sollte in mehreren Schichten aufgetragen werden. Dazu muss die Pistole gleichmäßig in horizontalen Bewegungen über die zu kolorierende Fläche gezogen werden. Wichtig ist dabei, dass der richtige Abstand zwischen der Düse und der Karosserie eingehalten wird. Denn wenn zu viel Plastidip auf einmal aufgetragen wird, kann es zu Laufnasen kommen. Das kann man sich wie bei herkömmlichem Lack vorstellen. Jeder Lackierer weiß, dass hier weniger mehr ist, wie man so schön sagt. Denn wenn man einmal erst zu viel drauf gehalten hat, läuft die Farbe vertikal an der Karosse runter und verursacht eine Stelle, die nicht so einfach wieder weg zu bekommen ist. Wenn man auf der anderen Seite aber zu wenig Farbe aufträgt, kommt keine fest zusammenhängende Schicht zu Stande, die doch für das Funktionieren von Plastidip so wichtig ist. Denn das Produkt soll ja am Ende wieder ablösbar sein. Es lässt sich allerdings viel besser in einem einzigen Rutsch abziehen, wenn mehrere dünne Schichten übereinander gelagert werden und eine feste, sich wie Gummi anfühlende Einheit bilden. Dann kann am Ende die gesamte Schicht an einer Ecke oder Kante abgelöst werden und die gesamte Schicht in eins abgezogen werden. Das ist ja schließlich das Attraktive an Plastidip: Dass man seinen Wagen zwar anders stylt, aber nie eine Lösung auf Zeit eingehen muss. Ganz im Gegenteil kann man es ganz einfach wieder entfernen und in den Zustand der ersten Minute wieder zurück holen, wenn man sich gerade danach fühlt. Plastidip ist eben der Lack zum Sprühen, mit dem man günstig und schnell seinen Wagen verschönern kann, ohne dabei ein großes Risiko auf Zeit einzugehen. Dem Experimentieren wird keine Grenze gesetzt!

Ziehen Sie zu entfernende Teile gleich nach der Anwendung ab

Plastidip lässt sich also besonders gut abziehen, wenn es in mehreren dünnen Schichten aufgetragen wurde und eine zusammenhängende Einheit bildet. Jedoch sollte es nach der Anwendung in allen Bereichen einige Stunden trocknen. Nach etwa zwei Tagen Ruhe ist es richtig getrocknet und hält sogar Wind und Wetter stand. Jedoch ist Vorsicht geboten bei solchen Teilen, die man zunächst besprüht und gleich danach wieder abzieht. Hier ist gutes Timing von Nöten, denn Plastidip lässt sich gerade in den ersten Stunden nach der Bearbeitung besonders leicht abziehen, sodass es sich anfühlt wie eine Schicht aus Gummi. Zum Beispiel die Scheinwerfer lassen sich so sehr gut abziehen. Man sprüht sie ganz einfach zunächst über – genau wie den Rest des Wagens auch – und zieht sie direkt nach der Anwendung auch schon gleich wieder ab. Das ist meist einfacher und effektiver, als sie umständlich abzukleben. Auch die Kanten und Ecken werden präziser bearbeitet, wenn man die Scheinwerfer erst mit Plastidip überzieht und danach gleich wieder abzieht. Wartet man jedoch hier zu lange, kann das Abziehen wesentlich schwieriger werden.

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